NetLunch:Dr. Hans-Joachim Böhlk "Die Treppe des Wahnsinns – Was wir aus dem Beginn des Ersten Weltkriegs für heutige Krisenzeiten lernen können"
Termin: 26.05.2026 12:30 bis 14:30 Uhr
Ort: Villa Bonn, Siesmayerstrasse 12, 60323 Frankfurt am Main
Thema: Der Erste Weltkrieg wird hier nicht als historische Abfolge bekannter Ereignisse erzählt. Der Vortrag eröffnet eine andere Perspektive: das schrittweise Versagen politischer Systeme und die sich gegenseitig verstärkende Dynamik verantwortungsloser Entscheidungen. Die zentrale These: Keiner wollte den Krieg – aber alle trugen dazu bei, dass er unausweichlich wurde. Der Erste Weltkrieg dient dabei als Vergrößerungsglas politischen Handelns – mit direkter Relevanz für die Gegenwart. In Zeiten zunehmender geopolitischer Spannungen stellt sich die Frage: Können wir aus der Geschichte lernen – oder wiederholen sich dieselben Mechanismen?
Speaker: Dr. Hans-Joachim Böhlk, geb. 03.11.1948 in Krefeld, studierte nach dem Abitur Rechtswissenschaft in Bonn, Genf und Frankfurt am Main. Er legte im September 1978 das zweite juristische Staatsexamen ab. Außerdem studierte er während der Referendarzeit vier Semester Volkswirtschaftslehre an der Universität Frankfurt und verfaßte als Graduiertenstipendiat eine Dissertation zum Fusionskontrollrecht am Fachbereich Recht. Im Jahre 1979 arbeitete er im Bundeskartellamt, Berlin, wechselte sodann als Regierungsrat in das Ministerium für Bildung und Wissenschaft in Bonn. In 1981 erhielt er ein Stipendium der Harvard University, Cambridge/Massachusetts, zwecks Fortführung des Studiums der Volkswirtschaft, das er mit dem Master of Public Administration 1982 abschloß. Ab 1983 arbeitete er als Rechtsanwalt in Frankfurt am Main, spezialisiert auf Wirtschaftsrecht. Nach Fachveröffentlichungen in den Siebziger Jahren verfaßte und veröffentlichte er seit 1997 zahlreiche populäre Beiträge und Essays zu unterschiedlichen Themen.



