Neujahrsempfang:
Nobelpreisträger Thomas Südhof – Hirnforschung in Zeiten des Internet
Moderation: Werner D‘Inka

Termin: Mittwoch, 07. Februar 2018
Empfang von 18:30 bis 22:00 Uhr
Vortrag ab 20:00 Uhr

Ort: Sofitel an der Alten Oper, Ballsaal, Opernplatz 16, 60313 Frankfurt

In Kooperation mit:
www.faz-metropol.de



„Es wundert mich nicht, dass viele Menschen an Burnout erkranken, wenn man sich anschaut, wie wir heute leben“, sagte der renommierte Hirnforscher von der Universität Stanford in einem Interview der FAZ. Ein Grund seien die vielen Smartphones: „Wir sind nie mehr unerreichbar, nie außer Dienst. Per Mail stehen wir quasi minütlich im Kontakt zu unserer Arbeit. Das kann auf Dauer nicht gut sein.“ Das führe häufig zu chronischem Stress, der den Menschen und sein Gehirn verändere. Das gelte für alle Medien. „Multimediale Berieselung, ob am Fernseher, iPad oder iPhone, ist keine Abkoppelung vom Alltag, sondern eine schlechte Gewohnheit. Zu lange zu arbeiten ist übrigens eine andere“, betont Südhof. Eine überbordende Arbeitsmenge sei ein Risikofaktor für Burnout, es gebe aber weitere, wie wenig Anerkennung, einen Mangel an Teamgefühl und Existenzängste. „Aber im Gehirn muss zusätzlich etwas schieflaufen, sodass der Mensch mit den Belastungen nicht mehr umgehen kann.“ Südhof untersucht, wie Hirnzellen untereinander kommunizieren und was etwa bei einem Burnout geschieht. Der Anruf des Nobelkomitees erreichte ihn 2013 auf der Autofahrt zu einem Kongress – offensichtlich über ein Handy. Er versichert jedoch: „Ich selbst schalte um 20 Uhr alle elektronischen Geräte aus und erst nach dem Frühstück wieder an.“

Über den Speaker:
Thomas Südhof, 1955 geboren in Göttingen, ist Biochemiker, der in den Neurowissenschaften an der Erforschung der zentralen Schaltstellen des Nervensystems (Synapsen) arbeitet. Den Nobelpreis für Physiologie und Medizin erhielt er 2013 gemeinsam mit James Rothman und Randy Schekman. Er ist Professor an der Stanford University in Kalifornien und leitet das dortige Südhof Laboratorium an der Medical School. Seit 2014 leitet er an der Berliner Charité als Sprecher das Exzellenzclusters Neurocure – ein Projekt, das sich mit der Frage befasst, wie Nervenzellen im Hirn kommunizieren. Prof. Südhof ist Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats und Initiator der Limes Schlosskliniken AG, die als Privatklinik auf die innovative Behandlung von Patienten mit Stressfolgeerkrankungen spezialisiert sind.

Moderation:
Werner D‘Inka, Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Teilnahmegebühr entfällt.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Zur Anmeldung
Sponsoren:

www.st-dupont.com

www.limes-schlosskliniken.de